Zhejiang

Zhejiang ist die kleinste der Provinzen, gleichzeitig aber auch eine der wohlhabendsten. Sie beginnt gleich südlich von Shanghai, grenzt im Südwesten an die Provinz Jiangxi und südlich an Fujian.
Der Norden Zhejiangs ist geprägt von exzessiver Agrarwirtschaft, hier bietet die von Flüssen durchzogene Ebene besonders fruchtbare Böden. Der Süden ist besonders von Gebirgszügen geprägt. Besonders schön ist die Bergregion und UNESCO Weltkulturerbe Yandang Shan im Norden der Provinz.
Zhejiang hat eine über 2000km lange Küstenstrecke mit etwa 18 000 Inseln, darunter das buddhistische Heiligtum und beliebtes Pilgerziel: Putuo Shan.
Die Hauptstadt der Provinz ist Hangzhou. Zusammen mit dem großen Hafen Ningbo ist sie das Industrie-und Wirtschaftszentrum von Zhejiang.

Kerndaten:

Einwohner:        ca. 51,8 Mio.

Fläche:               101 800 km²

Geografie:          70% Berge und Hügel, 23% Ebenen, Flüsse und Seen 6,4%

Klima:                 subtropische Monsunzone ;gemäßigtes, feuchtes Klima, im Sommer Taifune

Bevölkerung:     Über 90% Han-Chinesen, Rest ethnische Völker wie die She und Hui

Hauptstadt:        Hangzhou

 

Sehenswürdigkeiten:

Hangzhou (6,8 Mio./ Großraum)
Hangzhou liegt 120km südwestlich von Shanghai.
Von 1138-1279 war sie die Hauptstadt der Südlichen Song-Dynastie. Angeblich wurde sie von Marco Polo bereist, der über sie gesagt haben soll: „Hangzhou, Stadt des Himmels, die Schönste auf Erden.“ Leider sind die meisten historischen Gebäude während des Taiping-Aufstandes (1851-64) zerstört worden. Dennoch lohnt sich ein Besuch wegen dem wunderbaren Westsee, schönen Tempeln und Pagoden und interessanten Museen:

Westsee
Der Westsee wird als eine der schönsten Ecken Chinas angepriesen.
Der etwa acht Quadratkilometer große See war einst ein Nebenarm des Flusses Qiantang, der später versandete. Da der See zu Überschwemmungen neigte, wurden Dämme gebaut. Schöne Hügel und Weiden umranden den Westsee, man kann sich Boote mieten und einen entspannten Nachmittag auf dem Lotusblumen-Gewässer verbringen. Inseln, Gärten und Pagoden und eine einstündige Licht-Wasser-Show (Impression West Lake), die jeden Abend um 19.45 beginnt, machen den Besuch zu einem zauberhaften Erlebnis.


Linyin Tempel (Linyin Si)
Der Linyin Tempel ist Teil eines westlich vom Stadtzentrum liegenden Hügelarreals mit dem poetischen Namen:
„herbeigeflogener Gipfel“ (Feilai Feng). Er wurde 326 gegründet. Teile des Tempels wurden leider während des Taiping-Aufstandes zerstört. Einst lebten hier 3000 Mönche. Sehenswert ist die Große-Buddha-Halle mit einer 20m hohen Statue und die Ligong-Pagode am Eingang.


Museum für chinesische Medizin (Huqinyu Tang)
Das Museum wurde während der Qing-Dynastie errichtet und beherbergt noch eine Apotheke für chinesische Medizin. Die Geschichte der chinesischen Heilkunst wird hier bis zu ihrer Erstehung vor tausenden von Jahren zurückverfolgt.

Shaoxing (ca.4, 3 Mio./Großraum)
Die charmante Stadt Shaoxing liegt im Norden der Provinz Zhejiang an der Ostküste-67km südöstlich von Hangzhou.
Sie ist eingebettet zwischen den Flüssen Yangtse und Taizhou und grenzt an die Bucht von Hangzhou. Gegründet 450 v.Chr. ist sie auch als „Museum ohne Wände bekannt“. Seine historischen Stätten und die kulturelle Vielfalt machen sie zu einem interessanten Reiseziel. „Die Stadt der Brücken, Flüsse und Kanäle“ lebt von seinen Wasserwegen und der schönen umliegenden Landschaft. Dennoch blieb auch sie von moderner chinesischer Hochhausarchitektur nicht verschont.
Sehenswert:

Bazi-Brücke: Sie ist die berühmteste historische Steinbrücke von Shaoxing. Ihre Form gleicht der chinesischen 8. Die Bazi-Brücke liegt im historischen Stadtteil Baziqiao im Zentrum von Shaoxing und wurde ursprünglich während der Südlichen Song-Dynastie (1256) erbaut.

Lu Xuns ehemalige Residenz: Lu Xun ist der bekannteste moderne Dichter. Er wurde 1881 in Shaoxing geboren. Die ehemalige Residenz ist wegen ihrer Architektur, den Möbeln und den persönlichen Gegenständen des Dichters sehenswert. Auch einige andere Gebäude, die in seinen Werken eine Rolle spielten, können in dem historischen Stadtteil besichtigt werden.

Wupeng-Touren: Die Fahrt in einer chinesischen Gondel (wupeng) auf antiken Kanälen durch die Wasserstadt Shaoxing ist sicher ein einmaliges Erlebnis. Es gibt verschieden Routen durch die historischen Stadtteile. Die wupeng-Gondeln werden traditionell mit Händen und Füßen gesteuert.

Putuo Shan
Die Insel Putuo Shan ist gleichermaßen bekannt als buddhistische Pilgerstätte und grüne Oase mit traumhaften weißen Sandstränden. Sie ist nur 12 Quadratkilometer groß und liegt im Zhou-Shan-Archipel, 80km östlich von Ningbo. Seit dem 10. Jahrhundert gilt der Ort als heilig.
Der Putuo Shan (Berg Potala) ist einer der vier heiligen buddhistischen Berge. Auf der Insel gibt es zahlreiche schöne Tempelanlagen zu besichtigen. Prachtvoll ist der Huiji-Tempel von 1793 unter dem Gipfel des Foding Shan.
Das Wahrzeichen der Insel ist die 33 Meter hohe Statue von Guanyin , dem weiblichen Buddha des Mitgefühls ( Südspitze). Vor allem den Seefahrern soll sie Schutz gewähren. Von Ningbo aus brauchen Sie in einer Schnellfähre 2,5 Stunden.

Yandang Shan
Diese wunderschöne Bergregion 80km nordöstlich von Wenzhou wurde 1991 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Sie wird auch als Welt- Geopark bezeichnet und ist vor 120 Mio. Jahren entstanden. Die bezaubernde Landschaft besteht aus steilen Hügeln, Seen, Flüssen Wasserfällen und Höhlen. Ling Feng (Göttlicher Gipfel) ist das bekannteste Gebiet. Hier wandert man zwischen Höhlen und bizarren Felsen. Verstreut in die Bergregion liegen mehrere Klöster.


 

 



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