Shaanxi


Die Provinz Shaanxi ist die Wiege der chinesischen Zivilisation. Besonders im Wei-Fluss Delta haben sich einige der frühesten Siedlungen Chinas entwickelt.
Shaanxi ist in drei unterschiedliche Naturzonen aufgeteilt, den bergigen Süden, das Wei-Fluss Tal und die Ebene im Norden (Löss-Plateau). Shaanxi grenzt an die innere Mongolei, an die Nachbarprovinz Shanxi, Henan. Sichuan, Gansu und Ningxia. Die meisten dichtbesiedelten Großstädte liegen in der Wei-Fluss-Ebene, so auch die Hauptstadt Xi`an.
Das Qin-Gebirge im Süden bildet die natürliche geografische Grenze zwischen Nord-und Süd-China.

1066v.Chr. gründeten die westlichen Zhou ihre Hauptstadt nahe der Stadt Xi`an und 216v.Chr. wurde China von Shaanxi aus unter dem ersten Kaiser Chinas (Qin Shi Huangdi) geeint. Die Terrakotta Armee, die das Grab dieses Kaisers beschützen sollte, können sie nahe der Stadt Xi`an bestaunen.

 

Kerndaten:

 

Einwohner-       ca.37 Mio.

Fläche-              205.800km²

Geografie-        drei Zonen: bergiger Süden, Ebene des Wei-Flusses und nördliches Löss-Plateau                                                                                                   
Klima-              
südlich des Qin-Gebirges subtropisch, Wei-Fluss-Ebene und nördliches Löss-                                                                             Plateau kühler und trockener

Bevölkerung-    mehrheitlich Han-Chinesen, daneben einige islamische Hui-Siedlungen

Hauptstadt-       Xí`an

Sehenswürdigkeiten:

Xian-(3,9 Mio.)
Die Provinzhauptstadt war 4000 Jahre lang die Hauptstadt von elf Dynastien:
Westliche Zhou, Westliche Han, Qin u.a..
Während der Tang-Dynastie (damals hieß die Stadt Chang`an) erlebte es seinen Höhepunkt, als es den östlichen Endpunkt der Seidenstraße bildete und zur wohlhabendsten Stadt der Welt wurde. Hier lebten damals viele Händler und Angehörige vieler verschiedener Kulturen und Religionen. Über 1000 Tempel und unzählige Reichtümer gab es in Xian. Zu ihrem Schutz wurden in der Ming- Zeit Stadtmauern errichtet.
Auch heute bietet die Hauptstadt viele touristische Attraktionen.

Sehenswert:

Tempel der acht Unsterblichkeiten( Baxian Gong)-(östlich der Stadtmauer)
Das daoistische Heiligturm wurde zu Ehren derAcht Unsterblichen errichtet, die hier in der Song-Dynastie gesichtet wurden. Diese sind Teil der daoistischen Mythologie. Heute praktizieren in diesem Tempel noch Mönche und Nonnen. Schön sind die Schrifttafeln daoistischer Lehren an den Wänden der Haupthalle. Hier sieht man auch Auszüge aus dem Neijing, der "Bibel" der chinesischen Medizin. Gleich neben dem Tempel gibt es einen interessanten kleinen Markt mit allerhand Kuriositäten.

Kleine Wildgans-Pagode (Xiaoyan Ta)-(südwestl. des Südtores)
Die 43m hohe Pagode wurde in der Tang-Ära neben dem Tempel Jianfu Si erbaut, um die Sutras darin unterzubringen. Die heiligen Schriften von Buddhas Lehre sollten bei einem Brand vor Zerstörung geschützt werden. Die Spitze der Pagode brach bei einem Erdbeben ab.

Große Wildgans-Pagode (Dayan Ta)-
Die Pagode wurde 652 zu Ehren der Kaiserin Wende, der Mutter des Kaisers Gaozong errichtet. Sie ist auch heute noch Teil des Tempels Ci`en Si.
Der Mönch Xuanzang, der nach Indien reiste und hunderte von buddhistischen Schriften aus dem Sanskrit ins Chinesische übersetzte, entwarf die Pagode als Unterbringung dieser Sutras. Dayan Ta kann man besteigen und wenn man oben angekommen, Geld hinunter wirft, soll dies Glück bringen.

Terrakotta Armee (30km östlich von Xi`an)
Die weltberühmte Terrakotta Armee wurde erst 1974 von zwei Bauern entdeckt, als diese einen Brunnen graben wollten. Seit 1987 ist sie als UNESCO Welterbe gelistet. Die Terrakotta Armee ist ein Teil der spektakulären Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shi Huangdi. Er hatte sich schon früh mit seinem Ableben beschäftigt und über 36 Jahre lang bis zu 700 000 Arbeiter damit beauftragt, die über 7000 Soldaten, Bogenschützen und Pferde anzufertigen. Drei Gruben wurden ausgegraben: in Grube 1 ist die Infanterie, in Grube 2 die Kavallerie und in Grube 3 die hochrangigen Offiziere. Die Figuren der Terrakotta-Armee wurden mit großer Sorgfalt und Präzision gefertigt. Wobei jede Figur individuelle Züge aufwies und einst in farbenfroher Pracht glänzte. Die Restauration dauert bis heute an.

Huan Shan-(120km östlich von Xi`an, von Xi`an nach Menyuan, dann mit dem Bus)
Huan Shan, der gelbe Berg, ist einer der fünf heiligen daoistischen Berge und zugleich der schroffste und unzugänglichste.
Fünf Gipfel, die süd-westlich des Gelben Flusses Huang He aufsteigen, gaben ihm auch den poetischen
Namen Lotusblütenberg (Lianhuafeng). Er erreicht eine Höhe von 2160m. Früher gab es hier viele Tempel und es war schon immer ein mystischer Ort, der viele Einsiedler anzog. Viele daoistische Mythen ranken sich um den Berg und er dient als Muse vieler chinesischer Künstler.
Besucher können die unvergleichlich schöne Aussicht genießen. Den Aufstieg bewältigt man entweder wie viele Pilgerer in einem ca. 5 stündigen Fußmarsch oder mit der Seilbahn von der Talstation im Osten.
Stabile Bergschuhe sind für diese Wanderung sehr ratsam. Entlang der Berghänge gibt es befestigte Wege für Wanderer.



 





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