Jiangsu

Die Provinz Jiangsu ist ist die am dichtesten besiedelte Provinz Chinas. Sie gehört zu den wirtschaftsstärksten Provinzen.
Jiangsu liegt ca.300km von der Wirtschaftsmetropole Shanghai entfernt, grenzt östlich ans gelbe Meer, südlich an Zhejiang, westlich an Anhui und nördlich an Shandong. Ihre Provinzhauptstadt Nanjing war während der Ming-Dynastie Chinas Hauptstadt. Seit dem Altertum ist Nanjing eines der wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Chinas. Auch heute bietet es noch unzählige historische Schätze. Der südliche Teil der Provinz wird vom Yangtse ( dem langen Fluss ) geprägt, hier liegen auch die Städte Suzhou und Yangzhou mit ihren wunderschönen Gärten und Kanälen. Suzhou ist besonders für die Seidenherstellung berühmt.

Kerndaten

Einwohner-       77.250 000

Fläche-              102.600km²

Geografie-         größtenteils Ebenen (2/3 der Gesamtfläche), 1/5 Seen, Flüsse und Wasserwege (größter Strom:Yangtse)                                                                    
Klima-                zwei Zonen: im Yangtse-Tal subtropisch und im Norden kühleres kontinentales Klima                                                                        
Bevölkerung-    fast ausschließlich Han-Chinesen, einige Hui

Hauptstadt-       Nanjing

Sehenswürdigkeiten

Suzhou(2,1Mio.)
Die reizvolle Stadt Suzhou liegt im Süden der Provinz. Sie wird an allen vier Seiten von Kanälen begrenzt und wird auch von Kanälen durchzogen. Bekannt ist Suzhou durch ihre Seidenproduktion, die ihr großen Reichtum verschaffte. Durch ihre Lage am Großen Kanal/Kaiser Kanal konnte das Hauptexportprodukt in den Norden verschifft werden. Suzhou hat besonders schöne Gärten, die in der Ming-Zeit von Gelehrten und Kaufleuten angelegt wurden. Sehenswert:

Suzhou-Seidenmuseum (Zentrum; Renmin Rd.) 
Hier wird die Geschichte der Seidenherstellung erklärt, die schon 2640 v.Chr. begonnen haben soll! Es gibt sehr schöne Exponate, die auch in Englisch beschriftet sind. Interessant ist ein Raum mit lebenden Seidenraupen, die dort Maulbeerblätter fressen und Kokons spinnen.

Ou Yuan (Doppelgarten) (Zentrum, Cang Jie)
Der malerische Garten liegt in einem der schönsten Viertel der Stadt mit prachtvollen Häusern. Steingärten, Wasserbecken, Pavillons und Teehäuser machen den Besuch des Doppelgartens zu einem entspannenden Erlebnis. Hier geht es etwas weniger quirlig zu als in den anderen Gärten der Stadt.

Zhuozheng Yuan (Humble Administrators Garden)
Der Garten des bescheidene Verwalters gilt als der schönste der Stadt. Er wurde im 16. Jahrh. von einem pensionierten Stadtverwalter angelegt. Es gibt hier ein Museum, das die Geschichte der chinesischen Gartenbaukunst erläutert, eine Duftinsel, mehrere Pavillons, Pagoden und wunderschöne Wasserlandschaften.(Zentrum, Dongbei Jie)

Nanjing (3Mio.)
Die Provinzhauptstadt Nanjing ist eine der attraktivsten Großstädte Chinas mit ihrer Lage am Ufer des Yangtse und den angrenzenden Purpurbergen (Zhijin Shan). Das Stadtbild wird geprägt von einem Mix aus Tradition und Moderne- verfallene historische Ruinen neben ultra-modernen Hochhäusern. Weite Boulevards, Flüsse und Parks zieren Nanjing, welches zu Beginn der Ming-Dynastie die Hauptstadt Chinas war. Stadtmauern, die 1368-1386 im Auftrag des ersten Ming-Kaiser Hongwu errichtet wurden, begrenzen die Stadt.
Sehenswert:

Zhonghua Tor
Das Zhonghua Tor -als Teil der 33km langen Maueranlagen rund um die Stadt -ist mit seinen eindrucksvollen Überresten für Besucher zugänglich. Auch ein Museum ist in den Wehrgängen errichtet worden. Unbedingt sehenswert sind die inneren Zitadellen und die Torbögen.

Ming- Palastruinen (Ming Gugong)
Der alte Ming-Palast wurde im 14. Jahrh. für den ersten Ming-Kaiser errichtet. Leider wurde durch Brände und die Zerstörung durch die Mandschuren und Taiping-Soldaten der größte Teil vernichtet. Übrig blieben aber die alten Säulen, zehn Marmorbrücken und das alte Mittagstor. Anhand dieser kann der Grundriss der Anlage, die Vorbild für die Verbotene Stadt in China war, hergeleitet werden.( Zentrum, Zhongshan Dong Lu)

Zhijin Shan

Die Purpurberge (Purple Mountains) sind ein sanftes Hügelland vor den Toren Nanjings. Zu einigen Gipfeln kann man mit Seilbahnen gelangen, von hier hat man eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Ihren Namen haben sie von den unterschiedlichen Farbschattierungen der Felsen. Inmitten der
Purpurberge liegt dasMausoleum von Sun Yat-sen:
Sun Yatsen
war ein bekannter Revolutionsführer. Als er 1925 starb wurde ein Wettbewerb für den Bau des Mausoleums ausgeschrieben. Das Mausoleum ist eindrucksvoll, man gelangt zu ihm über eine Marmortreppe, der Sarkophag liegt im Boden eines schönen Kuppelbaus.

Tai Hu
Der Tai Hu ist einer der größten Seen Chinas und vor allem für seine besonderen bizarren Felsen bekannt, die auch gern für chinesische Gärten benutzt werden.
Von Nord nach Süd misst er 70km und von Ost nach West 59km. Er liegt zwischen den Provinzen Zhejiang und Jiangsu. Auf seinen Inseln im östlichen Teil leben mehrere Tausend Menschen und betreiben Fischfang und Obstanbau. Einige dieser Inseln sind religiöse buddhistische und daoistische Stätten. Ein besonderes Highlight ist auch der Pflaumengarten (Mei Yuan) am Nordufer des Sees, der zur Frühlingsblüte mit seinen 4000 Pflaumenbäumen ein spektakuläres Bild gibt.





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