Innere Mongolei

Chinas wilder Norden

Die innere Mongolei ist eines der fünf autonomen Gebiete der Volksrepublik. Sie verläuft in einem Bogen entlang der Grenze zur Mongolei. Der größte Teil der von großartiger Landschaft geprägten Region besteht aus Hochebenen, Wüsten und sanft gewelltem Grasland, welches von Jurten der nomadischen Mongolen übersät ist.
Die wilde und karge Schönheit dieser Natur und die ethnische Vielfalt sind die Hauptattraktionen für Besucher.
Von der Hauptstadt Hohot aus gibt es Touren in die Steppe für Abenteuerlustige.

Kerndaten:

 

Einwohner-   25 Mio

Fläche-          1178755km²

Lage-                  die innere Mongolei grenzt an den Südosten und Osten der Mongolei, im Norden an Russland und die Mongolei,
                      im Süden an Gansu, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hebei, Lianing, Jilin und Heilongjiang


Klima-              gemäßigtes Kontinentalklima, vom Monsung geprägt, mit langen, kalten Wintern und kurzen warmen Sommern

Bevölkerung- mehrheitlich Han-Chinesen, ethnische Minderheiten bilden die Mandschuren, Uiguren, Mongolen und die Hui

Hauptstadt-   Hohot

 

                                                                                                                                                                
Sehenswürdigkeiten:

Städte:

Hohot: (2,5 Mio. Einwohner/ Großraum)
Die stark wachsende Stadt ist die Hauptstadt der inneren Mongolei. Hier leben mehrheitlich Han-Chinesen. Hohot besteht seit der Ming-Ära und wurde 1952 Hauptstadt. Durch Lehmziegelhäuser im Süden und vereinzelte Tempel hat sich die Stadt etwas von ihrem ursprünglichen Charme erhalten.
  
Viele Besucher nutzen die Stadt, um von hier aus Touren in das umliegende Grasland zu beginnen und die traditionelle Lebensweise der Mongolen kennen zu lernen.

 

Sehenswert:
Museum der inneren Mongolei-
das hervorragende Museum gibt Einblicke in die Geschichte und Tradition der Mongolen. Man sieht hier traditionelle Kleidung und Gegenstände der Mongolen, sowie eine ger, eine transportable Jurte. Ausgestellt sind auch einige Fossilien und Dinosaurierskelette und das Obergeschoss ist dem Leben des Dschingis Khan gewidmet, der eines der größten Reiche der Welt erschuf.
(Zentrum, Hulunbeiér Lu.)

Xilitu Zhao-
Der tibetisch-buddhistische Tempel ist eines der ältesten Heiligtümer der Stadt aus der Ming-Ära. 1735 wurde er zur Heimat des Elften Großen Lebenden Buddha. Seitdem ist er der Wohnsitz von dessen Wiedergeburten. Der mehrmals zerstörte Tempel zeigt chinesische und tibetische Einflüsse, z.B. eine tibetische Stupa und chinesischen Drachen.

Baotou:(2,5 Mio. Einw.)
Baotou ist die größte Stadt der Inneren Mongolei. Galt sie früher als unterentwickelte Region, so ist sie heute aufstrebende Industriestadt. Sie wird mehrheitlich von Han-Chinesen und einem großen Anteil Mongolen bewohnt. Sie ist aufgeteilt in drei Bereiche:
Donghe (ältester Teil) im Osten, Qingshan (Einkaufsviertel) im Westen und Kundulun  (Industriegebiet). Nur Donghe ist mit seinen Lehmziegelhäusern und Höfen einen Besuch wert.
Südlich von Batou erstreckt sich die Wüste Gobi.

Wudang Zhao-Lama-Kloster, 70km nordöstlich von Batou.
Es wurde 1749 im tibetischen Stil erbaut und ist eines der am besten erhaltenen Klöster der Region. Früher lebten hier mehrere hundert Mönche des Gelbmützen-Ordens und es war eine wichtige Pilgerstätte. Es gibt hier auch einige sehr schöne Wandgemälde aus der Qing-Dynastie.
 
Eine Besucherattraktion 60 km südl. von Batou in der Kubuqi Wüste ist die
Resonant Sand Gorge :
Hier sind die Sanddünen bis zu 100m hoch und können von Besuchern herunter gerutscht werden - dabei entstehen beeindruckende Echoeffekte, daher der Name.

Xilinhot (500km nordöstlich von Hohot) 
Mitten im Herzen des Graslandes, Besucher kommen wegen der umliegenden Wildnis, die nur von nomadischen Schafhirten in deren muchang jia (Weidelandbehausungen) bewohnt wird.

Helan Shan (540km südwestlich von Hohot, nahe der Stadt Yinchuan)
3556m hoher Gebirgszug, hier gibt es einige historisch interessante Orte wie z.b. die an den Osthängen liegenden Kaisergräber Xi Xia Wang Ling der Westlichen Xia-Dynastie (1038-1227) . Diese beeindruckenden Grabhügel erinnern an die Zwölf Xia –Kaiser.

108 Dagobas (in der Wüste, nahe der Stadt Qingtongxia)
Die Dagoba ist ähnlich einer Stupa höchst symbolisch im Buddhismus. Sie verkörpert den Buddha. Die Herkunft der 108 Dagobas ist umstritten, man glaubt, dass sie mit dem Reich der Westlichen Xia zu tun haben. Sie stehen in 12 Reihen und überblicken den Gelben Fluss Huang He. Die beste Aussicht über dieses phantastische buddhistische Monument hat man vom Boot aus, aber auch das Wandern in dieser atemberaubenden Natur ist äußerst lohnenswert.

Mausoleum Dschingis Khans:
Das Mausoleum des großen mongolischen Kriegers, der im 12. und 13. Jahrhundert eines der größten Reiche der Geschichte gründete, liegt 50km südl. von Dongshen. Zwar gilt es als gesichert, dass Dschingis Khan hier nicht begraben wurde aber Gelehrte meinen, dass hier Reliquien liegen, so wurde das Mausoleum eine große Pilgerstätte der Mongolen.
 
                       

 

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