Guangxi

Guangxi ist seit 1958 ein Autonomes Gebiet im Südwesten Chinas.
Hier leben zwölf ethnische Völker. Da die Zhuang historisch die größte Bedeutung hatten und mengenmäßig den größten Anteil stellen, heißt die offizielle chinesische Bezeichnung:  "Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang Nationalität".

Im Südwesten grenzt das Gebiet an Vietnam (über 1000km Grenzlinie). Südlich liegt Guangxi am südchinesischen Meer und bietet Chinas schönste und abgelegenste Strände.
Touristisch interessant ist die Region wegen ihrer kulturellen und landschaftlichen Vielfalt: Die Reize Guangxis liegen in den verschiedenen Ethnien, den imposanten Karstlandschaften, den mosaikartigen Reisfeldern, Höhlen und dem wild-romantischen Li-Fluss.
Das sind nur einige der Highlights dieser im Vergleich weniger touristisch erschlossenen Region.
Guangxi bedeutet übersetzt grob „der weite, grenzenlose Westen“. Jahrhunderte lang war es wegen seiner Abgelegenheit von Armut gezeichnet. Heute kämpft es außerdem mit häufigen heftigen Überschwemmungen.

Kerndaten:

Einwohner-       ca. 46 Mio.

Fläche-              236.000 km² 
                                                                                                                                                  
Geografie-        der größte Teil der Region ist geprägt von Hügellandschaft;
                          dominierende Landschaftsform ist die Karstlandschaft, bestehend aus Kalksteinformationen

Klima-                subtropisch, feucht, vom Monsun geprägt

Bevölkerung-    Nur 25% der Bevölkerung sind Han-Chinesen. Der Rest sind Ethnien wie die Zhuang, Dong, Yao, Miao-Völker

Hauptstadt-       Nanning (ca. 6.37 Mio. Einwohner)

Sehenswürdigkeiten

Guilin (4, 9 Mio./ Großraum)
Guilin, ist vor allem durch seine über die gesamte Stadt verteilten Karsthügel bekannt. Die Stadt wurde in der Qin –Ära erbaut und schon im 9. Jahrhundert besangen Dichter seine Naturschönheit.
Inzwischen ist Guilin allerdings eine schnell wachsende Stadt und hat einiges von seiner Beschauligkeit eingebüßt. Trotzdem ist sie wegen der eindrucksvollen Karsthügel, Kalksteinhöhlen und dem wunderschönen Li-Fluss, der im Süden der Stadt verläuft, ein Besuchermagnet.
Leider spiegelt sich diese Tatsache auch in stark überhöhten Eintrittspreisen wider. Manchmal lohnt es sich auch, vom Hauptpfade abzukommen und das Leben zu entdecken, das sich in den Seitenstraßen abspielt. So führen auch diese oft zu einem der Karsthügel oder man entdeckt Kalksteinhöhlen, die als Wohnraum oder Laden genutzt werden. Dieses ist sicherlich einmalig.
Sehenswert in Guilin:

Elefantenrüsselberg (Xiangbi Shan)-
Die etwa 100m hohe Felsformation liegt in der Mitte der Stadt am Westufer des Li-Flusses. Von der Nanhuan Lu gelangt man mit Fähren zum Berg. Auf seinem Gipfel ist eine kleine Stupa. Man sagt der Xiangbi Shan ähnle einem Elefanten, der aus dem Wasser trinkt.
Qixing Gongyuan (Sieben-Sterne-Park)
Der schöne Park ist benannt nach sieben Gipfeln, die zusammen das Sternkreiszeichen „der große Wagen“ darstellen sollen. Ihm wird gemäß der chinesischen Mythologie nachgesagt, Macht über das Schicksal zu haben. Das zwei Quadratkilometer große Berggebiet bietet Lebensraum für einige halbzahme Affen. Auf mehreren Wegen können Sie zu Aussichtsplattformen gelangen. Auf dem Berg Putuo Shan liegt Xixing Yan, eine breite Höhle mit unterirdischen Wasserfällen.

Li-Fluss (Li Jiang)-
Der malerische Li Jiang ist der wichtigste Fluss in der Region Guangxi. Er fließt auf 437km gen Süden. Der schönste Abschnitt des Flusses ist die 83km lange Strecke zwischen Guilin und Yangshuo. Die Fahrt auf dem Li-Fluss startet am Kai Zhu Jiang (etwas 30km von Guilin) und dauert bis Yangshuo etwa 4-5 Stunden. Die pittoreske Landschaft hat schon unzählige Dichter und Maler inspiriert.
Entlang des Flusslaufes sehen Sie bizarre Felsformationen, Bambushaine, alte Bauerndörfer und auf dem Fluss begegnen Ihnen Händler auf Bambusflößen und Kormoranfischer.

Yangshou(ca. 300.000)
Yangshou ist eine sehr angenehme Stadt, in der westliche und die chinesische Lebensart wunderbar fusionieren. Eingebettet in eine wunderbare Natur, mit malerischen Karsthügeln, dem Li-Fluss, Reisfeldern mit Wasserbüffeln, fühlt man sich hier in eine Märchenlandschaft versetzt.
Einst nur ein kleines Dörfchen hat es sich als Endpunkt der Fluss-Fahrt von Guilin zu einem kleinen attraktiven Städtchen entwickelt, das vor allem bei Backpackern sehr beliebt ist. In der bekannten West Street( Xi Jie) stehen restaurierte bäuerliche Häuser aus der Qing-Ära, die heute Cafes, Bars,Gästehäuser und Souvenirläden beherbergen. Sie wird auch im Chinesischen als „Samenbeet Chinesische-Ausländischer-Ehen“ bezeichnet. Viele Ausländer haben sich aufgrund der angenehmen Lebensart hier niedergelassen.
Lohnenswert ist der Besuch der abendlichen Musical-Show: Impression Liu Sanjie vom weltbekannten chinesischen Regisseur und Oskar Preisträger Zhang Yimou („ Hero“). Über 600 Darsteller, darunter auch Kormoranfischer, sind Teil des imposanten Spektakels, bei dem die Karsthügel angeleuchtet werden.

Yueliang Shan (Mond Berg)-7km südlich von Yangshuo.
Der Berg erhielt seinen Namen wegen seiner mondsichelartigen Form. In einer halben Stunde schafft man den Aufstieg zum Gipfel durch Bambusdickichte. Oben angekommen bietet sich einem eine herrliche Aussicht über den Li-Fluss und die Karstlandschaft. Man kann hier sehr schön von Yangshuo mit dem Fahrrad herkommen.

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