Fujian


Fujian ist eine von Bergen und Meer geprägte Provinz an der Südost-Küste Chinas. Sie liegt gegenüber der Insel Taiwan und gehört zu den malerischsten Gegenden Asiens mit bewaldeten Bergen, kurvenreichen Flüssen, Tee Gärten, Reisterassen und einer 2700km langen Küste. Sie ist eine der kleineren Provinzen Chinas, doch hatte sie immer schon eine wichtige Position wegen ihrer strategischen maritimen Lage.
Die wichtigsten Städte von Fuijan sind: Fuzhou, Xiamen, Quanzhou, Zhangzhou und Putian.
Wichtigste Handelswaren sind Zuckerrohr, Erdnüsse, Zitrusfrüchte, Reis und Tee - in Fuijan entstand die Wiege der Oolong-Teekultur.


Kerndaten

Einwohner-     
37,2 Mio.

Fläche-            121.400 km²

Geografie-       Die Provinz ist größtenteils bergig und waldig. Auf der Grenze zu Jiangxi liegt das Wuyi-Gebirge, die höchste 
                         Erhebung der Provinz. Der längste Fluß ist der Min, der der Provinz auch den Kurznamen Min gab.

Klima:               subtropisch, mit heißen Sommern und kühlen Wintern.

Bevölkerung:    Hauptsächlich Han-Chinesen, die größte ethnische Minderheit besteht aus dem She-Volk (auch Ho Ne/ Huonie)

Hauptstadt:       Fuzhou,ca. 1,4 Mio. Einwohner, Großraumraum: ca. 6,7 Mio.

Sehenswürdigkeiten

Fuzhou - "Happy City"
Die Hauptstadt besaß durch ihre Lage am Min Jiang über 1000 Jahre lang einen bedeutenden Handels-Hafen. Von hier wurden Zucker, Tee, Baumwolle, Lack-und Keramikarbeiten verschifft. Sehenswert ist u.a. der Yongquan Tempel am Fuße des Gushan Berges- errichtet wurde der buddhistische Tempel in der Zeit der Fünf Dynastien (908). Auf dem Wuyi-Platz im Zentrum thront eine Statue von Mao Zedong. Nördlich davon befindet sich die Bai Ta, die weiße Pagode.

Quanzou-( 7 Mio./ Großraum )
Quanzhou ist das wirtschaftliche Zentrum von Fuijan. Schon in der Song- und Yuan-Dynastie war hier Chinas Haupthafen. Hier lag auch der Ausgangspunkt der legendären Seidenstraße. Durch den Handel mit Indien und anderen Ländern siedelte sich hier eine ausländische Gemeinde an. Sehenswert ist die Qijing-Moschee, die 1009 erbaut wurde und wahrscheinlich von einer Moschee aus Damaskus inspiriert wurde. 1609 wurde sie das letzte Mal grunderneuert.
Der Kaiyuan Si Temple, im Norden der Stadt, stammt aus dem Jahre 686. Damals wurde er Lotus-Tempel
Lianhua Si) genannt, nach einer Lotusblume, die auf übernatürliche Weise aus einem Maulbeerbaum wuchs.
Dieser existiert im Westen der großen Halle immer noch. In der Song-Ära beteten hier 1000 Mönche.

 

Xianmen (ca. 3 Mio. )
Die zur Zeit der Song-Dynastie (960-1279) gegründete schnell wachsende Hafenstadt hat viel maritimes Flair. Oft wird sie als das Italien Chinas bezeichnet. In der Zeit der Ming-Ära wurde sie zum bedeutenden Hafen. In den 1980er Jahren bekam sie den Status einer der ersten Sonderwirtschaftszonen Chinas. Das prosperierende Xianmen hat ein schön gestaltetes Stadtbild mit Alleen und Boulevards und ist gesegnet mit einem 10km langen Sandstrand.

Sehenswürdigkeiten:

Der Nan Putuo Tempel,
am Fuße des Wulao Feng ( Berg der 5 Männer ), wurde in der Tang-Dynastie (618-917) erbaut. Während des Krieges in der Ming-Dynastie wurde er zerstört und dann während der Ära des Kaisers Kangxi (1662-1722) wieder neu errichtet. In einem 1936 gebauten Pavillon werden Buddhistische Schriften, Buddha Bildnisse aus Burma und Skulpturen aus Elfenbein ausgestellt.

Gulangyu Island-
die kleine Insel liegt südwestlich von Xianmen und ist von der Xianmen City in nur 5 Min. mit dem Dampfschiff zu erreichen. Sie ist auch bekannt als “Chinas Architekturmuseum“. 1902 wurde Gulangyu zu einer Konzession und England, die USA, Japan, Frankreich, Spanien, Dänemark, Deutschland und sechs andere Länder errichteten hier ihre Konsulate und bauten Villen. Auch viele Übersee-Chinesen und wohlhabende Ausländer siedelten sich hier an und sorgten durch die Errichtung vieler exotischer Gebäude auf der Insel dafür, dass die Insel als kleines Architektur Museum gilt.

Wuyi Shan-
der Wuiy-Gebirgszug stellt eine natürliche Grenze zwischen Fujian und dem Inneren China dar, ca. 250 km nordwestlich von Fuzhou Die Berglandschaft gleicht einem Märchenland mit bizarren Felsen, Höhlen und sich windenden Flüssen. Der höchste Gipfel ist der Sanyang Feng, der eine Höhe von 718m erreicht.
Wuyi Shan ist auch der Name des gesamten Naturschutzgebietes, das aufgrund seiner immensen Artenvielfalt und landschaftlichen Schönheit 1999 zum UNESCO Welt-Kulturerbe ernannt wurde.
Hier findet man seltene Pflanzen, Reptilien und Amphibien.
Ein Besucher-Highlight ist sicherlich eine magisch anmutende Fahrt auf einem Bambusfloß auf dem Fluss der Neun Windungen(jiuqu xi). Nach der 2. Windung des Flusses gelangt man zum Jademädchen-Gipfel, dem meistfotografierten Fels des Wuyi Shan. Nach der 5. Windung erreicht man die angeblich 3800 Jahre alten Bestattungshöhlen der Ureinwohner des Wuyi. Nördlich des Flusses liegt der Gipfel der Himmelsreife (tianyou feng), der auch für ältere und untrainierte Wanderer gut zu besteigen ist.
Die Anreise erfolgt über den Flughafen der gleichnamigen Stadt Wuyishan oder den Zug.

Tulou-Rundbauten-
die außergewöhnlichen Rundbauten aus Lehm wurden ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Die meisten dieser Häuser stehen im Kreis Yongding. Sie sind mehrstöckig um einen Innenhof hin ausgerichtet, in dem das Gemeinschaftsleben stattfand  und haben einen Durchmesser von mehr als 100m. Die Tulous können bis zu 800 Menschen beherbergen und wurden von dem aus dem Norden gewaltsam vertriebenen Volk der Hakka als Festungen gebaut. Sie wurden nach alten taoistischen Prinzipien errichtet und fügen sich harmonisch in die Natur ein. Der Ort Hukeng in der Nähe von Yongding ist gut erreichbar. Man fährt mit dem Zug in einer Stunde von Xianmen nach Longyan und von dort in zwei Stunden mit dem Bus nach Hukeng.

Einen interessanten TV-Bericht über die Tulou finden Sie auf der Seite des SWR:

http://www.swr.de/schaetze-der-welt/die-tulou-rundhaeuser-in-fujian/-/id=5355190/nid=5355190/did=5977564/1iwjjit/

 

 

 

 

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