Großer Sprung nach vorn“ (Beginn 1958)

Völlig unrealistische Ziele des „großen Steuermannes“ bestimmten den neuen Kurs Maos.
China sollte wirtschaftlich in nur drei Jahren England gleichgestellt sein, es sogar überholen.
Die Produktion sollte drastisch gesteigert werden. Es gab zahlreiche Agrar- und Industriereformen, den Bauern wurde das Land wieder genommen, ihre Höfe zu riesigen Kommunen zusammengefasst.
Um den Erfolg dieser Kampagne zu dokumentieren, wurden Statistiken gefälscht.
Es resultierten immense Hungersnöte, dazu kamen Naturkatastrophen, beides raffte 30 Mio. Menschenleben hinweg.

 


Kulturrevolution(1966-76)

1966 startete Mao die Kulturrevolution, deren Abscheulichkeiten erst mit seinem Tode 1976 ganz endeten.

Nach den Agrar-und Industriereformen sollte nun die Gesellschaft selbst verändert werden.
Alles Alte, Reaktionäre sollte zerstört werden. Studenten, bekannt als die Rotgardisten, wurden dazu angehalten, durch das Land zu ziehen und alle Relikte der Vergangenheit zu zerstören.
Die Jugend, die aufgrund der gesellschaftlichen Strukturen bis zu diesem Zeitpunkt nie richtig aufbegehren konnte, entwickelte eine grausame und zerstörerische Kraft.
Sogar die eigenen Eltern wurden von den Jugendlichen denunziert.
Fast alle Tempel wurden zerstört, Bücher mit altem Gedankengut vernichtet, Schulen geschlossen.
In Kaderschulen wurden Beamte und Familienangehörige zur ideologischen Umerziehung und harter körperlicher Arbeit gezwungen.
Massenversammlungen, in denen es zu öffentlicher Anklage und Folterungen kam, waren an der Tagesordnung.

Zwischen 10-20 Mio. Menschen starben in dieser Zeit. Die schlimmsten Exzesse der Kulturrevolution endeten 1971.

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