Die chinesische Sprache


Chinesisch ist die meistgesprochene Muttersprache der Welt.
Fast 1/5 der Weltbevölkerung spricht es (Chinesisch wird außer in der VR China in Taiwan, Indonesien, Thailand, Singapur, Philippinen etc. gesprochen).
Sie ist die Grundlage vieler asiatischer Sprachen und eine der Amtssprachen der UNO.

Aufgrund der stetig wachsenden wirtschaftlichen Stellung Chinas ist es denkbar, dass Chinesisch als Wirtschaftssprache einmal eine ähnliche Bedeutung erreicht wie die Weltwirtschaftssprache Englisch.

Chinesisch ist eine der ältesten Sprachen der Welt und zweigt sich auf in 2000 verschiedene Dialekte. Die Menschen dieser Bevölkerungsgruppen können sich meist nicht miteinander verständigen.

Die wichtigsten Dialekte sind: Mandarin, Wu, Kantonesisch, Min, Xian, Hakka und Gan.
Etwa 850 Menschen sprechen Mandarin als ihre erste Sprache, die zweite Variante, gesprochen von etwa 90 Mio. Chinesen, ist das Wu-Chinesisch, dann folgen die Dialekte Min und Kantonesisch, die von etwa 70 Mio. Chinesen gesprochen werden.

Seit 1949 wird ein einheitliches Hochchinesisch verbreitet. Das Putonghua basiert auf dem Mandarin-Chinesisch, dem Pekinger Dialekt.


Lautarme und tonale Sprache

Die chinesische Sprache ist mit keiner europäischen Sprache vergleichbar und stellt den Sprachstudenten deshalb vor besondere Herausforderungen.
Sie ist eine lautarme Sprache und kennt nur ca. 400 verschiedene Silben ( im Vergleich hat die deutsche Sprache etwa 10 000 Silben! ). Alle Wörter bestehen aus diesen Silben, die in vier verschiedenen Tonhöhen gesprochen werden und die Bedeutung festlegen.
So hat die Silbe Ma, je nachdem mit welcher Sprachmelodie sie gesprochen wird, die Bedeutung Mutter, Hanf, Pferd oder ärgern.
Mit dem Wort tang kann man im Restaurant eine Suppe, Zucker oder einen Liegestuhl bestellen.
Hier bleibt für den Chinesisch-Lernenden also unglaublich viel Raum für Fettnäpfchen. Natürlich bieten auch die Schriftzeichen eine besondere Herausforderung!
Die Sprachstruktur gilt als einfach, die chinesische Sprache kennt keine Deklination, Konjugation und keine Pluralendungen (isolierende Sprache).
Auch die Zeiten sind auf ein Minimun reduziert. Partikel am Verb-oder Satzende zeigen die Vergangenheitsform an, die Zukunftsformen müssen aus dem Inhalt geschlossen werden.

Ming-tian wo gei ni da dian-hua
Morgen-Tag ich geben Du betätigen Telefon.
Morgen werde ich dich anrufen.


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